Frauenbewegung

Durch die Begegnung mit der katholischen Frauenbewegung wurde wiederum eindrucksvoll bestätigt, dass der Großteil des (Über)Lebenskampfes der Familien in dieser Region hauptsächlich auf den Schultern der Frauen liegt.

Natürlich übernehmen die Frauen – so wie bei uns auch – die Krankenbesuche, die Nachbarschaftshilfe oder die Reinigung der Kirche, Instandhaltung der Altartücher etc. Aber das ist nur der verschwindend kleine Teil ihrer Tätigkeit.

Neben ihrer Arbeit als Hausfrau und Mutter in der eigenen Landwirtschaft – manche sind als Witwen Familienerhalterinnen mit 5, 6 und mehr Kindern - betreiben die Frauen in einer Art genossenschaftlichen Zusammenarbeit gemeinsam ein der Pfarre gehöriges Feld zur landwirtschaftlichen Kultivierung, in dem sie u.a.

  • Mais, Reis, Kasawa - süße Kartoffel anbauen
  • eine Getreidemühle und eine
  • kommerzielle Haustierhaltung betreiben, sowie
  • zinsenfrei Mikrokredite! mit einer Laufzeit von 1 Jahr vergeben und so andere Frauen zur Selbständigkeit anleiten und unterstützen.

 

die Frauen mit einigen Katecheten auf einem Feld, das sie bestellen

Die Produkte werden auf dem Markt vertrieben, der Erlös genossenschaftlich geteilt. Außerdem sind noch Gelder für Notleidende oder Kranke reserviert.

So tragen diese Frauen sehr wesentlich zum Familienerhalt bei bzw. ist dies aufgrund der bestehenden großen Arbeitslosigkeit oftmals das einzige Einkommen der Familie. Die Männer sind großteils Bauern oder Fischer und leben teilweise von Gelegenheitsarbeit, lediglich ca. 20 % haben eine fixe Anstellung.

Darüber hinaus leisten diese Frau beeindruckende karitative Arbeit für

  • Menschen, die Probleme haben (Alkohol!)
  • Mindestens einmal monatlich Gefangenenbesuche
  • Sterbebegleitung!
  • Partnerschaftsbegleitung in der Ehe
  • Familienplanung; wobei es natürlich fast keine Familienplanung gibt, Kinder sind nach wie vor die Altersversicherung in der 3. Welt.

 

die Frauen der Frauenbewegung mit uns

Für die Zukunft planen die Frauen die Eröffnung eines Geschäftes in Ifakara um Handarbeiten wie Körbe, Besen, Töpfe, bedruckte T-Shirts, Hefte, Stifte etc. zu verkaufen. Als Angestellte denkt man an arbeitslose, junge Frauen, die dort angelernt werden (und somit von der Straße weg sind) und bei positiver Geschäftsgebarung ein Gehalt bekommen sollen. Trotz aller Belastungen und Schwierigkeiten im Bemühen um das tägliche Brot strahlten diese Frauen einen bewundernswerten Optimismus und große Zuversicht und Lebensfreude aus.

Foto Mainstreet

Ifakara

Ifakara mit der Pfarre St. Andrew und dem St. Francis Hospital liegt 420 km südwestlich von Dar es Salaam entfernt im Landesinneren.

Spendenkonto

Bank: Raiffeisen Bank Oberland
A-6511 Zams
Empfänger: Pfarrpartnerschaft Ifakara
Kontonummer: 32045
BLZ 36359
IBAN Code: AT69 3635 9000 0003 2045
BIC Code: RZTIAT22359